Contactline Role Models – Was bedeutet ein Einsatz an Schulen?

Contactline Role Models inspirieren Jugendliche dabei, ihren eigenen Weg zu finden.

Bei Schulbesuchen oder virtuellen Meetings teilen sie persönliche Erfahrungen aus Ausbildung, Studium oder Beruf und geben Einblicke in ihren Alltag. Ziel ist es, jungen Menschen Mut zu machen, ihre eigenen Stärken zu erkennen und unterschiedliche Wege zu entdecken.

Dabei geht es nicht darum, perfekte Antworten zu geben. Viel wichtiger ist es, ehrlich über eigene Erfahrungen, Herausforderungen und Entscheidungen zu sprechen. Am besten so, dass Schüler*innen gut folgen können, mit verständlichen Worten und praktischen Beispielen.

Während eines Schulbesuchs ist in der Regel eine Lehrkraft im Raum, die den Austausch unterstützt und begleitet.

Welche Themen bringen Role Models mit?

Im Austausch mit Schüler*innen berichten Role Models vor allem über ihren eigenen Weg.
Dabei können unter anderem folgende Aspekte eine Rolle spielen:

 

Der eigene Weg

  • Wie sah mein Weg nach der Schule aus?
  • Wusste ich früh, was ich machen wollte – oder war ich unsicher?
  • Wer oder was hat mich unterstützt?
  • Welche Herausforderungen habe ich erlebt?
  • Wie blicke ich heute auf meine Entscheidungen zurück? 

 

Der Alltag im Beruf oder Studium

  • Wie sieht ein typischer Tag bei mir aus?
  • Welche Fähigkeiten sind wichtig (z. B. Teamarbeit, Kreativität oder Geduld)?
  • Was macht mir besonders Spaß?
  • Welche Aufgaben empfinde ich als herausfordernd und wie gehe ich damit um? 

Welche Botschaften sollten Role Models vermitteln?

Im Mittelpunkt stehen ermutigende und realistische Perspektiven für Jugendliche.
Dazu gehören insbesondere:

  • Es ist völlig in Ordnung, noch keinen festen Plan zu haben.
  • Umwege und Planänderungen gehören oft zum persönlichen Weg dazu.
  • Es gibt viele unterschiedliche Wege zum Ziel – zum Beispiel über Ausbildung, Studium oder berufliche Neuorientierung.
  • Unterstützung zu suchen, etwa bei Beratungsstellen, Lehrkräften oder im eigenen Umfeld, ist eine Stärke. 

Was macht einen gelungenen Austausch aus?

Ein erfolgreicher Einsatz lebt von Offenheit, Ehrlichkeit und verständlicher Kommunikation. Role Models teilen ihre Erfahrungen so, dass Jugendliche sich wiederfinden können und sich trauen, Fragen zu stellen.

Gleichzeitig entscheiden Role Models selbst, welche persönlichen Inhalte sie teilen möchten und welche privat bleiben.

Wofür die Besuche nicht gedacht sind

Die Einsätze der Role Models basieren auf Offenheit, Respekt und Vielfalt.
Alle Bildungswege und Lebensentscheidungen werden wertschätzend behandelt. Es geht nicht darum, einen bestimmten Weg als „besser“ darzustellen, sondern zu zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt, ein Ziel zu erreichen.

Allgemein gilt:

  • Es wird keine Werbung für konkrete Ausbildungen, Unternehmen, Vereine oder Hochschulen gemacht.
  • Religiöse oder politische Botschaften sind nicht gewünscht.
  • Persönliche Erfahrungen dürfen jedoch geteilt werden, wenn sie den eigenen Weg geprägt oder unterstützt haben.
  • Unterschiedliche Schulformen, Leistungen oder Entscheidungen werden nicht abgewertet.